Abschied von Großmeister Fritz Nöpel *3.11.1935 †19.11.2020

Fritz Nöpel, Pionier des Karate-Do in Deutschland, Großmeister  (Hanshi) mit 10. Dan Goju-Ryu Karate und eine großartige Persönlichkeit, hat uns am 19. November 2020 im Alter von 85 Jahren verlassen.

Persönlichkeit des Karate-Do

Viele von uns, gerade diejenigen die schon länger Karate treiben, kannten Fritz Nöpel (hier Wikipedia Eintrag) persönlich schon seit vielen Jahrzehnten. Einige haben bei ihm das Goju-Ryu Karate zuerst gelernt und geschätzt. Er hat konsequent gelehrt, dass Karate zur Verteidigung Schwächerer und zur Gesunderhaltung gelernt und eingesetzt werden solle. Und das es ernsthaft betrieben und in hoher Qualität erhalten werden müsse. Fritz Nöpel war ein in sich ruhender Mensch ohne Allüren, bis ins hohe Alter überzeugt vom Wert des Karate-Do, und ein großartiger Lehrer. Er hatte sich zunehmend auch mit dem historischen Hintergrund des Karate vor allem in China auseinandergesetzt. Auf Lehrgängen hat er gerne Geschichte und Geschichten erzählt. Dann saßen alle im Kreis um ihn herum und haben zugehört. Auf Lehrgängen musste es immer Kaffee und v.a. selbstgemachten leckeren Kuchen geben – richtig so!  Lasst uns diese Tradition aufrecht erhalten.

Geschichte und Geschichten

Schon seine eigene Geschichte ist erzählenswert: Fritz hatte mit Start Ruhrgebiet 1954 mit dem Fahrrad in seinen jungen Jahren umfangreich die Welt bereist: Frankreich,  Schweiz, Italien, Jugoslawien, Griechenland,  Türkei, Syrien, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Burma, Ceylon, Malaysia, Singapur, Indonesien, Thailand, Vietnam, Hongkong, China, Taiwan und schließlich Japan. Dort lernte er von Hanshi Kisaki Tomoharu  (Schüler von Chōjun Miyagi , dem Gründer des Goju-Ryu Karate, und dessen Nachfolger Gogen Yamaguchi) Karate. In Japan lernte er auch seine  Ehefrau kennen. 1967 zog die junge Familie nach Deutschland und im selben Jahr gründete Fritz das erste Goju-Ryu Karate Dojo in Deutschland. Mit seiner Überzeugungskraft und Persönlichkeit schaffte er es, in den folgenden Jahrzehnten  in Deutschland eine große und freundschaftlich verbundene Karate-Gemeinschaft aufzubauen. (Auch der Nachruf vom GOJU-Ryu Karate-Bund Deutschland e.V. ist schön geschrieben.)

Für viele von uns ist Fritz mit seiner Persönlichkeit und Überzeugung ein wichtiger Grund gewesen, so lange Karate zu lernen. Viele von uns haben Kyu- und Dan-Prüfungen bei ihm gemacht. So hat auch Fotis seinen 6. Dan direkt von Fritz in  seinem Dojo in Kamen und seinen 7. Dan  von ihm ausgestellt bekommen. Fritz Nöpel war uns persönlich und unserem Dojo Sportgemeinschaft Siemens München-Ost freundschaftlich verbunden.

Fritz, wir danken Dir für Alles und verneigen uns vor Dir.
Wir werden Dich niemals vergessen.

In Gedenken Deine Karateka aus München.

 

Abschied von Sensei Harunobu Matsuba

Abschied von Sensei Harunobu Matsuba

Sensei Harunobu Matsuba (6. Dan Judo, 5. Dan Goju-Ryu Karate) ist am 23.10.2020 im Alter von 73 Jahren überraschend  erkrankt und gestorben.

Zusammen mit unserem Sensei Itaru Kuramatsu, der 2008 leider durch einen Unfall aus dem Leben gerissen wurde,  hatte Sensei Harunobu ca. 1975 in München die Kampfkunstschule Budokan eröffnet. 1977 stieß Sensei Hiromichi Nagano (8. Dan Aikido) dazu, der bis zu seinem Tod in 2017 beim Aikido in Deutschland führend war. Harunobu Matsuba war dann lange leitender Judo Trainer beim Münchener TSV Jahn.

Harunobu-San war vor allem auch ein guter und langjähriger Freund von Fotis und von einigen anderen der langjährigen Karateka der SG Siemens München Ost. Er war ein lebenslustiger und ausgeglichener Mensch. Zusammen mit seiner sehr geschätzten Frau Hiroko war er gerne gesehener Gast bei unserer Weihnachtsfeier.

Harunobu-San, wir verneigen uns vor Dir in stillem Gedenken.
Dein Fotis und die weiteren Freunde aus der Karate-Gruppe.

Harunobu Matsuba lädt zum Grillen ein

Karate lernen – trotz Corona

Karate lernen – das geht auch sicher und konform mit Covid-19 Maßnahmen.

Wir freuen uns auf das so gut besuchte Karate Training in München bei der Sportgemeinschaft Siemens München Ost! Unser Verein hat detaillierte Maßnahmen für sicheres Training und Karate lernen erlassen. Danke!

Die Abstände zwischen den Trainierenden sollten eingehalten werden. Dafür muss allerdings die Halle groß genug sein. Die Halle wird quer gelüftet – auf der anderen Seite sind Fenster und Türen auf. Karateka mit Krankheitssymptomen dürfen nicht ins Training kommen. In den Räumen außerhalb der Halle gilt Abstand, Mund-Nasen-Maske, Hände waschen bzw. desinfizieren. Partner-Übungen mit direktem Kontakt entfallen, lassen sich aber mit mindestens 2-3 Meter Abstand lassen aber auch durchführen. Und alle Anwesenden tragen sich in eine Liste ein. Dennoch: Alle sind froh wenn die Pandemie soweit im Griff ist, dass normales Training mit Partnerübungen wieder möglich ist.

Hier Impressionen vom Training am 09. September 2020. Karate lernen trotz Covid-19! (Die Fotos sind so bearbeitet, dass Gesichter nicht erkennbar sind).

Karate Lernen in München 09.09.2020b

Karate Lernen in München 09.09.2020a

Wir trauern um Thomas Wagner

Wir trauern um Thomas Wagner. Unser langjähriger Trainingskamerad (2. Dan) und Freund ist am 25.08.2020 im Alter von 58 Jahren viel zu früh gestorben.

Thomas, unsere Gedanken sind bei Dir, Deiner Frau und Deinen beiden Söhnen.

Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit Dir teilen durften, innerhalb und außerhalb des Dojos.

 

Karate trainieren: ab 13. Juli wieder in der Halle

Endlich dürfen wir wieder „physikalisch“ in der Sporthalle Karate in München trainieren! Ab 13. Juli immer Montag und Mittwoch um 18:30

Natürlich gibt es eine Reihe an Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr durch Corona zu minimieren. Siehe SG Siemens München-Ost Webseite.

Herzlichen Dank an Josef für das gute und entsprechend erfolgreiche Online-Training. Dennoch: Gemeinsam im Dojo stehen ist schöner und besser!

Karate trainieren - fight Corona
Karate trainieren – fight Corona

Online und Outdoor Training

Seit der Lockerungen der Corona-Maßnahmen trainieren wir samstags bei gutem Wetter draußen in Kleingruppen mit mind. 2m Abstand (Maßband und Kreide immer dabei).  Es hat uns allen eine große Freude bereitet, uns endlich wieder persönlich sehen zu dürfen und eine Kata am Stück laufen zu können!

 

Fit bleiben mit Neko Undo
Genug Platz für alle aktuellen Beschränkungsmaßnahmen
Sonst immer wieder im Zoom beim Online-Training

Online-Training in Quarantänezeiten

Heute haben wir uns das erste Mal online zum Training getroffen. Jeder in seinem Wohnzimmer oder Heizungskeller 😉 mit 2m x 2m freier Fläche und Webcam. Über Zoom Video live verbunden, was trotz der vielen gleichzeitigen Videostreams erstaunlich gut funktionierte. Es war sehr schön, wieder bekannte Trainingspartner zu sehen und mit denen „remote“ zu schwitzen! Heute waren 18 fleißige Karateka dabei, es hat viel Spaß gemacht und richtig gut getan! Daher werden wir das jetzt 2x die Woche beibehalten, bis unsere Halle wieder offen ist oder wir uns draußen treffen können. Bis Mittwoch!

Japanfest 2019 München Karate

Karate beim Japanfest 2019 München

Auch beim Japanfest 2019 in München im Englischen Garten war Karate wieder ein Highlight. Im Budo-Programm wurden acht japanische Kampfkünste auf zwei Flächen aufgeführt.

Unser Traditionelles Karate (auch Okinawa Karate oder Goju-Ryu Karate genannt) war, auch nach Rückmeldungen aus dem Publikum, ein Highlight. Die Zuschauerplätze waren voll besetzt, es gab viel Applaus und unsere Flyer waren in kürzester Zeit vergriffen. Der Mix aus Kata, Anwendung mit dem Partner, Selbstverteidigung und Atem-Kata (Tensho) schien gut anzukommen. Unten findet Ihre eine (hoffentlich wachsende) Bildergalerie.

Karate beim Japanfest 2019 München - Kirschblüte

Der durch massiven Regen etwas verspätete Start und das verfrühte Ende um ca. 15:20 Uhr war zwar nicht optimal, hat aber das schöne Japanfest letztendlich nicht trüben können. München wird mit Karate und Japanfest (geschätzt 15.000 Besucher!) erst richtig schön! Dass dies auch weiterhin so bleibt, ist nicht selbstverständlich, siehe den Artikel in der SZ vom 18. Juli 2019. Die Budo-Vereine, Karate inklusive, zahlen übrigens die Unkosten alle selbst über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Danke dafür und an die Organisatoren von Japanfest und dem Budo-Programm. Es wäre schön, wenn die Stadt München aus welchen Kassen auch immer, sowie Sponsoren, dieses Event finanziell mehr würdigen. Es dreht sich nicht nur um Unterhaltung, sondern auch um Kultur und Völkerverständigung.